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Hintergrund

Abfallmanagement ist für die Ostsee-Anrainerstaaten ein zentrales Thema, da unter den Ländern erhebliche Diskrepanzen bestehen: während in Deutschland oder Schweden nur etwa 3% des Hausmülls als Restmüll entsorgt werden, liegt diese Zahl für Polen bei über 90%. Unzureichende zwischenstaatliche Maßnahmen im Bereich des Abfallmanagements sind dafür verantwortlich, dass die Entwicklung dieses Bereichs in der Ostseeregion deutlich behindert wird. Das Projekt „Reco Baltic 21 Tech” (RB21T) hat sich zum Ziel gesetzt das Problem durch die Förderung eines nachhaltigen Abfallmanagements in der Ostseeregion zu lösen. RB21T wird zum Teil über das Interreg IVB Ostsee Programm 2007-2013 finanziert und läuft von Oktober 2010 bis Dezember 2013.

Mit dem Projekt sollen die Kapazitäten der Ostsee-Anrainerstaaten gestärkt werden, um in der Liste der problematischen Regionen in Bezug auf das Abfallmanagement besser abzuschneiden und die Anforderungen der verschiedenen EU-Richtlinien zu erfüllen. Man erwartet außerdem von dem Projekt, dass es innovative Geschäftschancen in der Clean-Tech-Branche schafft. Aus operationaler Sicht wird mit RB21T eine transnationale, sektorübergreifende Plattform zum Austausch von Expertenwissen im Bereich Abfallmanagement in der Ostseeregion geschaffen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Region verbessern soll. Das Projekt RB21T unterstützt und richtet sich gezielt an 30 Entscheidungsträger auf lokaler bzw. regionaler Ebene, die eine Investition in der Abfallwirtschaft planen und dabei auf neueste Forschungsergebnisse und die besten verfügbaren Technologien zurückgreifen (Best Available Technologies, BAT).
 


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